Bürgschaft für Darlehen anfechtbar?

Diskutiere Bürgschaft für Darlehen anfechtbar? im Allgemeine Kredite Forum; Hallo miteinander, vorweg, es geht hier nicht um mich (35), sondern um meinen jüngeren Bruder (27). Ich kann hier auch nicht die ganze verworrene...

  1. Rio Lobo
    Rio Lobo New Member
    Hallo miteinander,

    vorweg, es geht hier nicht um mich (35), sondern um meinen jüngeren Bruder (27). Ich kann hier auch nicht die ganze verworrene Geschichte erzählen, ihr könnt aber gerne nachfragen, wenn noch etwas wichtig wäre.

    Mein Bruder hat in den letzten Jahren leider sehr viele Schulden gemacht. Ich selbst weiß davon erst seit ein paar Monaten. Um Gelder zurückzuzahlen, hat er dann auch noch reichlich Kredite aufgenommen, meine Eltern haben Kredite aufgenommen und auch mein Opa (89) hat ihm wohl einiges zugesteckt.
    Nur um nach 2-3 Jahren zu merken, dass die Schulden damit nicht beglichen sind und nun der Schritt in die Privat-Insolvenz unvermeidlich.
    Wie geschrieben, ich weiß davon erst seit wenigen Monaten und hätte meine Familie mich da früher informiert, hätte ich sofort dazu geraten keine Kredite aufzunehmen, um tw. andere Kredite abzulösen, sondern den Schritt in die Insolvenz sehr viel früher zu gehen.

    Nun stehen natürlich die Kredite meiner Eltern weiterhin und müssen beglichen werden, gehören also nicht zur Insolvenzmasse.

    Das ist aber gar nicht der Knackpunkt, zu dem ich eine Frage habe. Ich denke mir meine Eltern sind alt genug, um die Konsequenzen ihres Handelns/Nichthandelns einzuschätzen. Wenn sie schon so vorgehen und vorher nicht um Rat fragen, dann sind sie irgendwo auch selbst dran schuld.

    Es geht mir besonders um meinen Opa, der in den nächsten Wochen seinen 90. Geburtstag feiert. Außer den Zuwendungen in bar, hat er, wie nun herauskam, wohl auch mit seinem Ersparten für meinen Bruder gebürgt. Und da heißt es nun auch in der Insolvenz, dass mein Opa als Bürge erst einmal mit in der Kreide steht.
    Allerdings ist es schon jetzt so, wenn man meinen Opa danach fragt, dass er sich schon gar nicht mehr richtig daran erinnern kann, wie das gelaufen ist. Er weiß z.B. schon gar nicht mehr, dass er da etwas unterschrieben haben muss.
    Er ist nicht dement, also das kann man nicht sagen, aber ob er 100% bei klarem Verstand ist, das kann man wahrscheinlich auch nicht sagen.

    Meine Frage wäre nun die: Seht ihr irgendeine Möglichkeit, wie mein Opa aus dieser Bürgschaft wieder rauskommt? Kann man z.B. - und dann unter welchen Voraussetzungen? - auf Unzurechnungsfähigkeit plädieren?
    Evtl. ist es auch so gelaufen, dass mein Bruder meinen Opa unter Druck gesetzt hat, nach dem Motto "wenn du mir hier nicht hilfst, bist du nicht mehr mein Opa". Kann man das evtl. als Erpressung sehen? Und hat das irgendeine Auswirkung auf die Rechtmäßigkeit der Bürgschaft?

    Wie geschrieben, ich gebe gerne weitere Auskunft. Nur die Lage ist derzeit so verworren, dass ich erst mal nicht mehr schreiben möchte. Aber danke schon mal für eure Meinungen!
     
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