Commerz-Grundbesitz-Investmentgesellschaft vs. Demenzkranke

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  1. #1

    Commerz-Grundbesitz-Investmentgesellschaft vs. Demenzkranke

    Hallo, gibt es so etwas wie einen Pranger für renomierte ******dienstleister (Banken und Fondsgesellschaften), an die man diese stellen kann, wenn selbige - gesetzlich legal - mit Demenzkranken Verträge abschließen, die dazu führen, daß das gesamte von der Gesellschaft ausgezahlte Kapital deutlich unter dem ursprünglichen Kapital des Kranken liegt?
    In diesem Fall ist das Vorgehen der Gesellschaft zwar gesetzlich legal gewesen, aber sozial mehr als fragwürdig. Schließlich hat sich die Gesellschaft auf diesem Wege ca. 3,5 % des Geldes eines Kranken einverleibt, welcher die Vertragsbedingungen gar nicht verstehen konnte.
    Und die Gesellschaft weigert sich jegliche Fragen zu beantworten, in denen darauf hingewiesen wird, daß der Vertragspartner zum Zeitpunkt des Vertragsabschlußes nachweislich demenzkrank war.
    Und das Beste: Der Mutterkonzern unterhält auch noch eine Stifftung, welche sich für Alzheimer-Forschung einsetzt.

  2. #2

    AW: Commerz-Grundbesitz-Investmentgesellschaft vs. Demenzkranke

    @tpcol,

    das hört sich ja schlimm an, leider hört man solche fälle immer öfter. meiner schwiegermutter hat man eine lebensversicherung mit einer laufzeit von 20 jahren als geldanlage verkauft, die frau war 65!! wir haben einen artikel dazu geschrieben und die versicherung in bloggs etc. mit negativen beiträgen bewertet.
    ein forum was ausschließlich solche gesellschaften an den pranger stellt, kenne ich nicht. es gibt aber die möglichkeit an fersehsender zu schreiben, z.b. an bizz oder plusminus, oder report münchen. die decken in ihren sendungen ja immer solche sauereien auf.

    eine frage noch. ich verstehe nicht ganz den zusammenhang, dass das ausgeschüttete kapital unter dem eingezahlten liegt, hat das was mit der krankheit zu tun?

    gruß moneypenny

  3. #3

    AW: Commerz-Grundbesitz-Investmentgesellschaft vs. Demenzkranke

    Hallo Moneypenny,

    der Zusammenhang ist folgender:

    Die Commerz-Grundbesitz-Investmentgesellschaft, eine Tochtergesellschaft der Commerzbank, hat nach Eröffnung des sogenannten Bausteinkonto 37.500,00 Euro vom Konto meines demenzkranken Vater abgebucht. Die Summe der ausgezahlten Beträge, bis das Konto leer war, betrug lediglich 36.245,14 Euro. Somit hat die Gesellschaft 1.254,86 Euro vom Kranken einkassiert. Obwohl ich die Gesellschaft über die Erkrankung unterrichtet habe und sogar ein Attest eingesandt habe, besteht die Gesellschaft darauf, daß alles nach Vertrag gelaufen sei. Und der fehlende Betrag sei ein "Ausgabeabschlag", welcher angeblich vom Kontoinhaber zu zahlen sei. Nur findet sich in den Vertragsbedingungen nirgends ein Hinweis auf diese Regelung. Und die CGI weigert sich ebenfalls dies näher zu erläutern.

    Das mit dem "langen Laufzeiten" für Rentner kenne ich auch. Der AWD hat meinen Eltern (damals 61 und 66 Jahre und deutlichen sichtbar krank) einen geschlossenen Schiffsfond mit einer Laufzeit von 12 Jahren vermittelt.

    Du sagst, das ein weitere Foren gibt. Kannst Du mir bitte welche nennen? Ich habe keine geeigneten gefunden. Leider habe ich durch die Pflege meiner Eltern auch nicht die nötige Zeit für Recherchen.

  4. #4

    AW: Commerz-Grundbesitz-Investmentgesellschaft vs. Demenzkranke

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    das ist sehr sehr traurig:-((

  5. #5

    AW: Commerz-Grundbesitz-Investmentgesellschaft vs. Demenzkranke

    @Immobilienakuthelfer

    Danke für den Link. Dort habe ich auch den Sachverhalt bereits geschildert. Aber außer diesem Forum und der Bewertung bei ciao kenne ich nichts weiteres.

    Gruß aus Köln
    Thomas

  6. #6

    AW: Commerz-Grundbesitz-Investmentgesellschaft vs. Demenzkranke

    hallo thomas,
    ich bin sprachlos - das spiegelt meine einstellung zu den banken ganz deutlich wieder. gibt es eigentlich eine möglichkeit gegen so ein vorgehen was zu tun? hör dich doch mal um, es gibt sicherlich anwälte die sich genau auf solche fälle spezialisiert haben. einer bekannten hat in einer immobiliensache ein anwalt geholfen und der ist wirklich sein geld wert gewesen .....
    ich drück dir die daumen!!!
    und lass dich nicht unterkriegen.
    grüße
    prosecco

  7. #7

    AW: Commerz-Grundbesitz-Investmentgesellschaft vs. Demenzkranke

    Die Idee mit dem Anwalt hatte ich auch schon - alleine wegen der anderen Sache mit dem Schiffsfond.

    Aber im konkreten Falle mit der CGI sieht die rechtliche Lage sehr bescheiden aus. Unsere liebe Bundesregierung hat keinerlei Schutz für Demenzkranke in ihrer Gesetzesflut - es sei denn, man würde den Kranken entmündigen. Aber wer tut das schon gerne als Angehöriger.

    Es wurde zwar eine "Bundesanstalt für ******dienstleistungsaufsicht" (BAFin) gegründet. Aber so wie ich das verstanden habe, kann die auch nur den Finger heben und "Du Du Du ... böse CGI" sagen. Worauf die Bank vermutlich antworten wird "Wieso, der Vertragsabschluß mit Demenzkranken ist doch nicht verboten" und "Was können wir dafür, daß der Demenzkranke unsere Verträge nicht versteht".

    Ich habe mich bereits an die BAFin gewandt und diese hat mir schriftlich mitgeteilt, daß sie die CGI um Stellungsnahme gebeten hat. Aber so wie ich die CGI kennengelernt habe, wird diese in ihrer Stellungsnahme die Demenzerkrankung mal wieder mit keinem Wort erwähnen und so tun, als ob alles einwandfrei abgelaufen ist und der Vertragspartner im Vollbesitz seiner geistigen Fähigkeiten war.

    Schließlich macht die CGI auch schriftliche Zusagen - und wenn man nach einen Jahr nachfragt, bekommt man schriftlich mitgeteilt, daß die CGI nie vorhatte ihre Zusage zu halten. Der Vertragsnehmer bzw. ich hätten erkennen müssen, daß man den schriftlichen Zusagen der CGI keinen Glauben schenken darf. Anschließend beginnt die CGI erstmal Ihre Schuld für nichtgehaltene Leistungen auf den Kunden abzuwälzen. Und wenn das nicht funktioniert, wird die Schuld zwischen den Mitarbeiter der CGI hin- und hergeschoben.

  8. #8

    AW: Commerz-Grundbesitz-Investmentgesellschaft vs. Demenzkranke

    geh zu einem anwalt, der sich um klienten kümmert die bankprobleme haben - dieser wird dir sicherlich helfen können. ist sicherlich besser, als das problem selbst in die hand zu nehmen.....

  9. #9

    AW: Commerz-Grundbesitz-Investmentgesellschaft vs. Demenzkranke

    ja aber mal ehrlcih, die sache stinkt twar moralisch zum himmel, aber rein rechtlcih ist das ding korrekt. der mann gilt als mündiger mann, also sind auch vertragsabschlüsse rechtskräftig. entweder man ist mündig oder nciht. soon zwischending gibt es halt nicht.

  10. #10

    AW: Commerz-Grundbesitz-Investmentgesellschaft vs. Demenzkranke

    Wenn der Bankberater das gewußt hat, ist es ja fast schon sittenwidrig. Allerdings ist wirklich so ein dramatischer Schaden entstanden? 3,5% sind bei einer Fondsanlage ein normaler Ausgabeaufschlag, wenn man bedenkt das manche 5 oder 6% kosten. So ein offener Immobilienfonds ist auf Antrag sogar mündelsicher und erwirtschaftet ja auch Rendite, die den Aufschlag bald wieder aufholen müßte.

  11. #11

    AW: Commerz-Grundbesitz-Investmentgesellschaft vs. Demenzkranke

    Das die Angelegenheit "rechtlich einwandfrei" ist, habe ich auch nie angezweifelt.

    Mekrwürdig ist nur, daß die CGI - trotz vorgelegtem Attest - argumentiert, daß der Vertragsnehmer die Vertragsbedinungen verstanden hat und dies per Unterschrift bestätigt hat. Allerdings steht in den mir vorliegenden Vertragsbedingungen nirgends, daß es einen "Ausgabeabschlag" gibt.

    Zum anderen beträgt der Schäden zwar nur 3,5 %. Aber Prozentzahlen sind nun mal relativ. Demenzkranke bekommen von der Pflegeversicherung und der Krankenkasse ja nur die Kosten erstattet, die zu ihrer direkten Pflege gehören. Begleitende Kosten (geänderte Kleidung, anderes Geschirr, "sicheres" Mobilar, "gesicherte" Elektrogeräte) oder vorbeugende Maßnahmen zum Schutz vor Unfällen werden nicht übernommen. Somit ist der Kranke sehr auf seine Ersparnisse angewiesen. Und ich habe es ja bei meinem Vater selber erlebt, daß für sämtliche Änderungen, damit mein Vater weiter gefahrlos mit meiner kranken Mutter in der Wohnung leben kann, nahezu 25.000 Euro verschlungen haben. Und auch jetzt benötigt mein Vater für die "Nebenkosten" seiner Pflege noch 200 - 300 Euro pro Monat, die er selber von seiner mageren Rente zahlen muss.

    Fazit:
    Der Schaden beträgt 3,5% oder 1/2 Jahr Lebensqualität. Und für letzteres benötigt man heutzutage nunmal Geld, obwohl es unbezahlbar ist.

  12. #12

    AW: Commerz-Grundbesitz-Investmentgesellschaft vs. Demenzkranke

    Einen Ausgabeaufschlag gibt es leider für fast alle Fonds, und das steht meistens im Fondsprospekt und ist ziemlich wasserdicht geregelt. Aber es ging mir weniger um das Rechtliche, sondern darum wie man ziemlich schnell und ohne großen Schaden aus der Sache herauskommt. Der Fonds müßte ja mittlerweile auch im Wert gestiegen sein, hast Du den aktuellen Wert mal berechnet? Dann könnte man bei erreichen der Einstiegssumme das Bausteinkonto schließen, damit keine weiteren Gegühren anfallen.
    Gruß
    Fachmann

  13. #13

    AW: Commerz-Grundbesitz-Investmentgesellschaft vs. Demenzkranke

    Hallo Fachmann,

    wie bereits oben beschrieben, ist dies der Verlust bis das Konto leer war.
    Also unter Berücksichtung der Wertsteigerung bis zur letzten Auszahlung.

  14. #14

    AW: Commerz-Grundbesitz-Investmentgesellschaft vs. Demenzkranke

    Zitat Zitat von tpcol
    Hallo Fachmann,

    wie bereits oben beschrieben, ist dies der Verlust bis das Konto leer war.
    Also unter Berücksichtung der Wertsteigerung bis zur letzten Auszahlung.
    hast du dir anwaltliche hilfe genommen?

  15. #15

    AW: Commerz-Grundbesitz-Investmentgesellschaft vs. Demenzkranke

    Ja, war schon beim Anwalt. Dieser hat bestätigt, daß - leider - alles rechtlich einwandfrei sit, wenn auch nicht moralisch.

    Die CG hat sich inzwischen auch gegenüber der BAFIN geäußert. Die Antwort war die oben erwartete. Und auch die BAFIN bestätigt, daß alles rechtlich einwandfrei war, nur halt eben nicht moralisch, aber da kann man nichts machen.

    Die CG bestätigt in dem Schreiben gegenüber der BAFIN aber auch, daß sich die CG nur dann an ihre schriftlichen Zusagen hält, wenn es zum Vorteil der CG ist, ungeachtet des Nutzen für den Empfänger der Zusage.

  16. #16

    ärgerlich

    ja so bitter wie das klingt, aber solche geschichten kann sicher jeder aus seinem leben berichten, sei es eine versicherung oder ein abo, was man nicht wollte. ich mußte ein halbes jahr bei jamba ein abo bezahlen, weil sich jemand bei denen mit meiner mailadresse durchgeklickt hat...

  17. #17

    AW: Commerz-Grundbesitz-Investmentgesellschaft vs. Demenzkranke

    Ich habe mir jetzt mal das Schreiben des Geschäftsführer der CGI an die BAFin genau durchgelesen. Die Geschäftsführung widerspricht damit sogar bisherige schriftliche Aussagen der Mitarbeiter der CGI gegenüber mir und gibt zu verstehen, daß es die CGI in den vorangegangenen Schreiben mit der Wahrheit nicht allzugenau nahm. Aber die Endaussage, daß alles rechtlich einwandfrei war, bleibt natürlich bestehen. Interessant, wenn die Geschäftführung selber mitteilt, daß Aussagen der Mitarbeiter nicht der Wahrheit entsprechen und gleichzeit darauf bestehen, daß sich an den bisherigen Aussagen nichts ändere.

    Unsere Gesetzgebung sollte sich doch mal darum kümmern, daß aus Deutschland ein Staat wird, in dem Ehrlichkeit nicht nur zwischen den Privatleuten existiert, sondern auch zwischen Banken und Kunden.

  18. #18

    Jetzt wird es pervers

    Hallo Gemeinde, es gibt Neuigkeiten, die man nicht vorenthalten sollte.

    Die Commerz Grundbesitz, jetzt Commerz Real, hat bis zum Schluß erfolgreich argumentiert, daß mein Vater, entgegen dem ärztlichen Attest, zum Zeitpunkt des Vertragsabschlußes einen lichten Moment hatte und deshalb der Vertrag gilt. Wegen der Krankheit meiner Eltern konnten wir leider nicht vor Gericht gehen.

    Mein Vater starb im Januar 2008 an den Folgen seiner Demenz. Ca. 3 Monate später meldete sich aus heiterem Himmel der Geschäftsführer der Commerz Grundbesitz, Herr Heiko Beck, bei meiner Mutter. Zufällig war ich, zusammen mit zwei anderen Personen gerade bei meiner Mutter zu Besuch, und bekam das Telefonat mit. Er sprach zuerst meiner Mutter sein Beleid aus und versprach anschließend zu erst ihr und dann, nachdem ich das Gespräch übernahm, auch noch mal mir mit, daß er als Entschädigung für den ******iellen Verlust und den Streß die Kosten für die Beerdigung übernehmen würde. Ich hielt dies zuerst für einen makaberen Scherz, denn außer das die angezeigte Rufnummer zur Commerz gehörte, hatte ich kein Hinweis, ob es wirklich Herr Beck war oder nicht. Mit einer Verzögerung von ein paar Wochen kam ich trotzdem seinem Wunsch nach und sandte ihm jeweils eine Kopie der Sterbeurkunde und der Bestattungsrechnung zu. In der Antwort, die ich diese Woche von der Commerz erhielt, betätigt die Kundenbetreuung, daß wir tatsächlich mit Herrn Beck telefoniert haben, aber er niemals eine Übernahme der Bestattungskosten zugesagt hätte. Ich habe meiner Mutter noch nichts von diesem Brief gesagt. Die beiden anderen Besucher, die damals das Gespräch mitgehört haben, bestätigten mir, daß Herr Beck damals zugesagt hat, die Rechnung zu begleichen.

    Scheinbar geht die Commerz Real auch über Leichen - oder vera...t zumindestens die Hinterbliebenen auf äußerst geschmacklose Weise.

  19. #19

    Re: Jetzt wird es pervers

    Zitat Zitat von tpcol
    Hallo Gemeinde, es gibt Neuigkeiten, die man nicht vorenthalten sollte.

    Die Commerz Grundbesitz, jetzt Commerz Real, hat bis zum Schluß erfolgreich argumentiert, daß mein Vater, entgegen dem ärztlichen Attest, zum Zeitpunkt des Vertragsabschlußes einen lichten Moment hatte und deshalb der Vertrag gilt. Wegen der Krankheit meiner Eltern konnten wir leider nicht vor Gericht gehen.

    Mein Vater starb im Januar 2008 an den Folgen seiner Demenz. Ca. 3 Monate später meldete sich aus heiterem Himmel der Geschäftsführer der Commerz Grundbesitz, Herr Heiko Beck, bei meiner Mutter. Zufällig war ich, zusammen mit zwei anderen Personen gerade bei meiner Mutter zu Besuch, und bekam das Telefonat mit. Er sprach zuerst meiner Mutter sein Beleid aus und versprach anschließend zu erst ihr und dann, nachdem ich das Gespräch übernahm, auch noch mal mir mit, daß er als Entschädigung für den ******iellen Verlust und den Streß die Kosten für die Beerdigung übernehmen würde. Ich hielt dies zuerst für einen makaberen Scherz, denn außer das die angezeigte Rufnummer zur Commerz gehörte, hatte ich kein Hinweis, ob es wirklich Herr Beck war oder nicht. Mit einer Verzögerung von ein paar Wochen kam ich trotzdem seinem Wunsch nach und sandte ihm jeweils eine Kopie der Sterbeurkunde und der Bestattungsrechnung zu. In der Antwort, die ich diese Woche von der Commerz erhielt, betätigt die Kundenbetreuung, daß wir tatsächlich mit Herrn Beck telefoniert haben, aber er niemals eine Übernahme der Bestattungskosten zugesagt hätte. Ich habe meiner Mutter noch nichts von diesem Brief gesagt. Die beiden anderen Besucher, die damals das Gespräch mitgehört haben, bestätigten mir, daß Herr Beck damals zugesagt hat, die Rechnung zu begleichen.

    Scheinbar geht die Commerz Real auch über Leichen - oder vera...t zumindestens die Hinterbliebenen auf äußerst geschmacklose Weise.
    Nicht nur die . ALLE Banken und Versicherungen tun das nur merkt es keiner oder will es keiner merken.
    Das sage ich doch schon seit über 10 Jahren.

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